Das Leben des Jesus
Ein satirischer Lebenslauf von Gerhard Haderer
(sl).
„Jahrelange historische Recherchen, penibles Studium der Originaltexte,
sündteure Forschungsreisen und unzählige Analysen von Weihrauch haben
es dem Autor ermöglicht, das wahre Leben Jesu und seiner Jünger zu
dokumentieren“, verrät der Klappentext des Buches „Das
Leben des Jesus“ und bietet einen Vorgeschmack auf das, was den Leser
erwartet: allerbeste Satire von Gerhard Haderer.
Die österreichische Kirche lief Sturm und erreichte einen unerwünschten Erfolg: Anstatt das Buch vom Markt zu verdrängen, hat es längst Kultstatus erreicht. Doch wer glaubt, der Spaß ginge auf Kosten Jesus’ irrt: Nicht er ist Gegenstand der satirischen Seitenhiebe, sondern die Kirche. Und die kommt nicht gerade gut weg, wenngleich zugegeben werden muss, dass eben auch in der Satire stets ein Funken Wahrheit zu finden ist, was das „Protestgeheul“ der Kirche vielleicht erklärt.
Mit spitzer Feder führt uns Gerhard Haderer vor Augen, was die meisten nicht auszusprechen wagen: Dass sich die Institution Kirche, hier durch Jesus Jünger vertreten, stets bereichert hat. Denn aus den schmächtigen, armen Begleitern werden dicke, raffgierige Jünger, die alle guten Taten von Jesus in Silberlinge umzumünzen wissen. Das bemerkt eines Tages auch Jesus: „Ihr werdet zusehends reicher und wohlhabender“, sagte Jesus zu seinen Getreuen, „und ihr findet das gut so. Ich aber sage euch, eure Geschäfte ermüden mich sehr.“ Jesus wendet sich von seinen Jüngern ab und genießt fortan von Engeln umgeben auf einer Weihrauchwolke sein Leben.
„Das Leben des Jesus“ ist ein Buch für Erwachsene mit begleitenden Texten. Beides hat es in sich: Die Illustrationen bilden mit den satirischen Texten eine kongeniale Einheit. Die Bilder bestechen vor allem durch ihren Detailreichtum: Noch beim zehnten Ansehen findet man immer wieder etwas Neues, und wer genau hinsieht, wird manchen Zeitgenossen entdecken können.
Wer „Das Leben des Jesus“ nicht kennt, hat die beste Satire des Jahres verpennt!
Autorenportrait:
Gerhard Haderer, geboren 1951 in Leonding, war nach der Fachschule für
Gebrauchsgrafik in Linz mehrere Jahre als Werbegrafiker tätig. Seit 1985
veröffentlicht er regelmäßig satirische Zeichnungen in Zeitschriften
und Magazinen. Er ist Autor zahlreicher Bücher, wie „Die
glorreichen Drei“ und „Danke
gut“. Er lebt und arbeitet in Linz.
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