Alle Weihnachtserzählungen
Charles Dickens beschreibt das winterliche London vor einem Jahrhundert
(sl). Charles Dickens erschuf in seinen Weihnachtsgeschichten immer wieder verzauberte Welten, ließ Gespenster und Kobolde darin vorkommen und vergaß dabei nicht den Sinn des Weihnachtsfestes. Seine berühmteste Erzählung ist das „Weihnachtslied“. In dem umfangreichen Band „Alle Weihnachtserzählungen“ sind noch vier weitere Geschichten enthalten, aus dem Englischen treffend von Margit Meyer übersetzt. Wobei anzumerken ist, dass Charles Dickens Erzählungen meist den Umfang eines Romans haben und die Bezeichnung „Erzählungen“ dafür schlicht untertrieben ist.
Kobolde, Geister und Gespenster treiben in den fünf Weihnachtserzählungen ihr wundersames Spiel mit den Menschen: In Scharen steigen sie kettenrasselnd aus dunklen Kellern, dringen durch die Ritzen im Kamin und quellen aus den Silvesterglocken. Dabei werden wir immer wieder aus dieser Zauberwelt in den Alltag der kleinen Leute in England versetzt. Durch den dichten Nebel schimmern die weihnachtlichen Auslagen der Geschäfte, und Bratendüfte schweben in den engen Gassen. So wird man beim (Vor)Lesen in das London vor rund 100 Jahren versetzt.
Mit zeitgenössischen Illustrationen versehen, ist der dicke Schmöker „Alle Weihnachtserzählungen“ genau das Richtige, um gemütliche Winterabende vor dem Kamin zu verbringen und sich über die humorvollen Schilderungen von Charles Dickens, gespickt mit einigen unheimlichen Einlagen, zu erfreuen!
Autorenportrait:
Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 in Landport (bei Portmouth) als Sohn
eines Angestellten im Marinezahlamt geboren. 1824-26 besuchte er eine höhere
Privatschule (Wellington House Academy) und arbeitete anschließend als
Advokatenschreiber und Gerichtsreporter. 1831-36 nahm er den Beruf des Parlamentsstenographen/-berichterstatter
für liberale bürgerliche Zeitungen an. Er begründete 1846 die
radikale bürgerliche Zeitung „Daily News“. Seine literarische
Laufbahn begann er unter dem Schriftstellernamen Boz mit scharf beobachteten
und witzigen Skizzen aus dem Londoner Leben. Berühmt wurde er durch „Die
Pickwickier“ (1837). Seine frühen Romane „Oliver Twist“
(1838), „Nicholas Nickleby“ (1839), „Der Raritätenladen“
(1841) sowie die jährlichen Weihnachtsgeschichten machten ihn zu einem
der gefeiertsten Schriftsteller seiner Zeit. Seine Werke wurden in viele Sprachen
übersetzt und erfuhren zahlreiche Bearbeitungen für Film und Bühne.
Er starb am 9. Juni 1870 in Gadshill Place (bei Rochester).
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