Schwerpunktthema
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I P.
„Das,
was wir Tod nennen, ist in Wahrheit der Anfang des Lebens.“
Thomas Carlyle
Wenn das Leben endet: Bücher über Tod und Trauer
Liebe Leserinnen
und Leser,
wenn
uns geliebte Menschen für immer verlassen, gleicht das jedes Mal einem
Drama. Doch genau in solchen Augenblicken sollte man anfangen, sich mit dem
eigenen unwiederbringlichen Tod auseinander zu setzen. Sterben gehört zum
Leben dazu wie der Schnee zum Winter, auch wenn gerade hierzulande das Thema
Tod meist tabuisiert wird.
Unser stets aktuelles
Schwerpunktthema zeigt Ihnen Bücher, die bestimmt nicht sterbenslangweilig
sind, sondern so unterschiedlich wie der Weg, aus dem Leben zu scheiden. Und
so manches Buch eignet sich sicher ebenso, um trotz des traurigen Themas ein
wenig lachen zu können, denn auch die skurrilen und humorvollen Titel rund
um den Tod möchten wir Ihnen hier nicht vorenthalten.
Einen lebenslangen
Lesegenuss wünscht Ihnen
Ihre
Steffani Lehmann
Redaktionsleitung Literaturtipp.com
Willi
wills wissen: Wie ist das mit dem Tod?
Die
Reportage für Kinder und alle, die es wissen wollen
(mag).
Wenn Kinder mit dem Tod konfrontiert werden, fehlen den Erwachsenen oft
die Worte. Dabei erwarten Kinder oft gar keine schwierigen philosophischen
Vorträge, sie sind meist mit einfachen Antworten zunächst ganz
zufrieden. Um Kindern das Thema Tod und Begräbnis näher zu bringen,
ist in der Sachbuchreihe „Willi wills wissen“, die sich an die gleichnamige
Fernsehserie des Bayerischen Rundfunks anlehnt, der reich bebilderte Band
„Wie ist das mit dem Tod?“ erschienen. Die Autorin Heike Gätjen hat
mit einer Mischung aus Sachtexten und Interviews ein informatives und
einfühlsames Buch zusammengestellt, das für Kinder ab sechs
Jahren geeignet ist.
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Ich
hatte keine Ahnung, dass Sterben so viel Spaß machen kann
Totgesagte
leben länger
(mag).
Der amerikanische Kolumnist Art Buchwald erkrankt unheilbar an Nierenversagen.
Da er eine Dialysebehandlung ablehnt, prognostizieren ihm die Ärzte
eine verbleibende Lebenszeit von zwei bis drei Wochen. Der 80-Jährige
zieht in ein Hospiz, um in Würde zu sterben. Aber der Tod lässt
monatelang auf sich warten. Damit ihm die Zeit nicht lang wird, beschließt
der umtriebige Mann seine Erlebnisse im Hospiz aufzuschreiben. Entstanden
ist das tragikomische Buch „Ich hatte keine Ahnung, dass Sterben so viel
Spaß machen kann“, in dem Art Buchwald sich auf seine eigene humorvolle
Weise mit dem Sterben und seinem Tod auseinander setzt und zeigt, dass
man das Leben genießen soll, solange es noch nicht ganz vorbei ist.
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Meine
Trauer wird dich finden
Ein
neuer Ansatz in der Trauerarbeit
(nas/sl).
„Sie müssen loslassen“ heißt es mehrheitlich in der Trauerliteratur.
Roland Kachler fand diesen Rat nach dem Tod seines 16-jährigen Sohnes
wenig hilfreich und beschreitet in seinem Buch „Meine Trauer wird dich
finden“ neue Wege. Mit einfühlsamen Beispielen und konkreten Ratschlägen
möchte der Autor mit seinem Ratgeber Hinterbliebenen helfen, eine
innere Beziehung zu den Verstorbenen aufzubauen. Der Psychotherapeut fühlt
sich verständnisvoll in die Empfindungen Trauernder ein und zeigt
konkrete Wege auf, mit Trauer umzugehen.
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Bilder
des Himmels
Die
Geschichte des Jenseits von der Bibel bis zur Gegenwart
(mag).
„Im Herzen jedes Menschen lebt eine unzerstörbare Sehnsucht nach
dem Vollkommenen, nach der Vollendung, nach Erfüllung von Leben in
allen denkbaren Dimensionen.“ Diese Sehnsucht findet sich wieder
in unseren Vorstellungen vom Himmel. In dem wunderschönen Bildband
„Bilder des Himmels“ der Theologen Klaus Berger, Wolfgang Beinert und
Medard Kehl sowie des Kunsthistorikers Christoph Wetzel erläutern
die Autoren kenntnisreich und gut verständlich die verschiedenen
Vorstellungen der Menschen vom Himmel. Dabei geht es den Autoren nicht
um die wissenschaftliche Betrachtung des Firmamentes sondern um religiösen
Überlieferungen und Anschauungen. Begleitet werden die anschaulichen
Texte von einer sehr großen Auswahl von großformatigen Bildern,
die die Geschichte der Himmelsphantasien facettenreich illustrieren.
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Ein
todsicherer Job
Ein
Betamännchen als Seelenretter
(jaf).
Plötzlich wird für Charlie alles anders: Seine Frau stirbt kurz
nach der Geburt ihres kleinen Mädchens, er ist ganz allein mit sich
und dem Kind. Weder auf sich noch auf die neu geborene Sophie kann er
eigentlich so recht alleine aufpassen – und schon gar nicht auf all die
Seelen der Toten. Doch ob er will oder nicht: Diesen skurrilen Auftrag
hat ihm irgendjemand noch dazu ziemlich unausweichlich erteilt. – Die
absurde Geschichte voller bedrohlicher Raben im nächtlichen San Francisco,
überirdisch großen Teufelshunden und Kanalisationshörnchen,
erzählt vom amerikanischen „Die Bibel-nach-Biff“-Erfolgsautor Christopher
Moore, ist so hinreißend absurd, dass es einfach kein Entrinnen
gibt. Für niemanden.
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Der
Tod bedeutet gar nichts
Worte
und Bilder, die über den Tod hinweg trösten
(mkb).
Meistens bleiben die Worte im Halse stecken, wenn wir dem Hinterbliebenen
kondolieren wollen, stottern in unserer Verzweiflung so etwas wie: „Es
tut mir leid!“ und wenden uns hilflos wieder dem zu, das wir gelernt haben:
dem Leben. Henry Scott Holland hat Worte gefunden, die nicht nur trösten,
sondern auch heilen und diese Worte haben nun ihren Weg in das kleine
Büchlein „Der Tod bedeutet gar nichts“ gefunden. Im Einklang mit
stimmungsvollen Abbildungen des Meeres schenkt dieses Werk der Sprachlosigkeit
eine Stimme und tröstet dort, wo Angst und Verzweiflung eingetreten
sind.
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Das
Jahr magischen Denkens
Joan
Didions preisgekröntes Buch über den Tod ihres Mannes
(mag).
Die amerikanische Journalistin Joan Didion ist 40 Jahre mit dem Schriftsteller
John Gregory Dunne verheiratet, als er eines Abends überraschend
an einem Herzinfarkt stirbt. Das Ehepaar hatte sehr eng zusammen gelebt
und war keinen Tag getrennt, so dass der Tod ihres Mannes für Joan
Didion ein großer Schock ist. In dieser schwierigen Situation muss
sie sich auch noch um ihre schwerkranke Adoptivtochter, die im Krankenhaus
um ihr Leben ringt, kümmern. Joan Didion hat neun Monate nach dem
Tod ihres Mannes angefangen, ihre Erlebnisse, ihre Gedanken und ihre Versuche
mit dem Tod zurechtzukommen, aufgeschrieben. Entstanden ist das sehr persönliche
Buch „Das Jahr magischen Denkens“, in dem der Leser zum Zeugen des Leidens
und der unendlichen Trauer einer Witwe wird.
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Das
Mädchen unter dem Dohlenbaum
Preisgekröntes
einfühlsames Bilderbuch über den Tod des Vaters
(mag).
Ein kleines Mädchen steht unter einem Baum, in dem Dohlen sitzen,
und wartet auf seine Mutter, die im Bahnhof Fahrkarten kauft. Das Mädchen
schaut dem Flug der Vögel nach und denkt an seinen Vater, der nun
auch im Himmel ist. – In ihrem einfühlsamen Vorlesebuch „Das Mädchen
unter dem Dohlenbaum“ versucht die finnische Autorin Riitta Jalonen die
Gedanken eines trauernden Kindes darzustellen. Zusammen mit den stimmungsvollen
Illustrationen von Kristiina Louhi, die nicht nur düster sondern
auch freundlich hell sind, ist ein tröstliches Buch über ein
trauriges Thema entstanden. Das Bilderbuch zeigt Kindern liebevoll, dass
nach dem Tod ein neuer Anfang wartet.
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Komm
zurück, Mutter
graphic
novel über einen Tod und drei Schicksale
(hpe).
Gezeichnete Figuren, die in Sprechblasen miteinander reden – das hieß
früher Comic und war meist, wie der Name es andeutet, komisch. Doch
zum Lachen wird niemandem zumute sein, der sich die graphic novel „Komm
zurück, Mutter“ von Autor Paul Hornschemeier vornimmt. Tieftraurig
ist die Geschichte um den jungen Thomas, der den Tod seiner schwerkranken
Mutter verkraften und sich parallel um seinen zusehends entrückten
Vater kümmern muss. Ein eindringlicher und eindrucksvoller Band,
der die traumatischen Auswirkungen des familiären Unglücks auf
seine beiden Protagonisten in Bildern voller Metaphern wiedergibt. Kindern
sollte dieses Werk – wenn überhaupt – nur äußerst behutsam
nähergebracht werden.
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…
Und das Leben bekommt mich zurück
Ein
Lesebuch (nicht nur) für Verwitwete
(nas).
Wie kann ich mit meiner Trauer leben? In „…Und das Leben bekommt mich
zurück – Ein Lesebuch (nicht nur) für Verwitwete“ berichten
junge Witwen und Witwer von ihren Sorgen, Fragen und Hoffnungen. Ihre
authentisch und eindrucksvoll geschilderten Erfahrungen helfen, mit der
Trauer zu leben und andere hilfreich in ihrer Trauer zu begleiten. Die
Texte stammen aus den Foren der Internetseite verwitwet.de, in denen sich
junge Witwen und Witwer über ihre Erfahrungen austauschen. Aus der
Fülle der Beiträge wählten Gerd Laudert-Ruhm und Susanne
Oberndörfer besonders eindrückliche, hilfreiche und ermutigende
Texte aus.
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Einmal
Jenseits und zurück
Ein
Koffer für die letzte Reise
(sl).
„Das letzte Hemd hat keine Taschen“ lautet ein bekanntes Sprichwort
– doch was würden Sie mitnehmen, wenn Sie einen „Koffer für
die letzte Reise“ packen könnten? Diese Frage hat Herausgeber Fritz
Roth über einhundert Teilnehmern gestellt. Die Ergebnisse in dem
Buch „Einmal Jenseits und zurück“ sind so unterschiedlich wie die
Menschen, die an dem Projekt teilgenommen haben. Manche Koffer bleiben
leer, andere quellen über mit Erinnerungsstücken, von denen
man sich nicht trennen möchte. „In der Gesamtschau ergab das
Projekt ein berührendes, faszinierendes Bild dessen, was Menschen
wirklich wichtig und nahe ist – oder dessen Nähe wir uns wirklich
wünschen“, schreibt Fritz Roth in seinem Vorwort. Die Idee ist
genial, und das Buch „Einmal Jenseits und zurück“ lässt den
Leser nicht mehr los.
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Die Totenleserin
Die
Ärztin der Toten
(pr).
England 1171: Die Pathologin Adelia reist zusammen mit Simon aus Neapel
und dem Sarazenen Mansur aus Salerno nach England, um dort schreckliche
Verbrechen aufzuklären. In Cambridge sind vier Kinder bestialisch
ermordet worden. Der Zorn der Bevölkerung richtet sich gegen die
Juden, die aber von dem englischen König Henry II. beschützt
werden. Gegen allerlei Widerstände und unter großen Gefahren
geht das Trio unterstützt von neuen Freunden den Verbrechen auf den
Grund. Doch wem können sie trauen? Autorin Ariana Franklin ist mit
„Die Totenleserin“ ein historischer Krimi gelungen, der von Beate Himmelstoss
wunderbar vorgelesen wird.
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Die
besten Beerdigungen der Welt
Eine
federleichte Geschichte über das Leben, den Tod und Hamsterbeerdigungen
(alü).
Wer kann sich nicht daran erinnern, wie er als Kind tote Insekten, Mäuse
oder Vögelchen gefunden und liebevoll im Garten begraben hat? Genau
das machen in Autor Ulf Nilssons Bilderbuch „Die besten Beerdigungen der
Welt“ Ester und ihre Freunde. Auf professionelle Art, denn als die drei
an die vielen toten Tiere denken, die in jedem Gebüsch liegen, gründen
sie sogar ein richtiges Beerdigungsinstitut. „Die besten Beerdigungen
der Welt“, mit Illustrationen von Eva Eriksson, ist eine Geschichte über
die ersten Erfahrungen mit dem Tod für Kinder ab fünf Jahren,
so unbeschwert erzählt, wie die Welt der kleinen Kinder eben ist.
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Noch mal leben vor dem Tod
Wenn Menschen sterben
(sl). Kaum etwas macht dem Menschen so viel Angst wie der Tod. Doch es
gibt ein Buch, das es schafft, diese Angst ein wenig zu mildern: „Noch
mal leben vor dem Tod“. Autorin Beate Lakotta hat darin einfühlsam
23 Geschichten von Menschen – Männer und Frauen, Alte und Junge
– aufgezeichnet, die unheilbar krank sind und in einem Hospiz auf
den Tod warten. Gleichzeitig sind ihre Texte eine Hommage an die Arbeit,
die im Hospiz geleistet wird, und ein Plädoyer für humaneres
Sterben. Fotograf Walter Schels hat diese Menschen in eindrucksvollen
Portraits festgehalten – vor dem Tod und unmittelbar nachdem sie
gestorben waren. „Noch mal leben vor dem Tod“ ist ein Bildband,
der erst abstößt und doch neugierig macht, der auf der einen
Seite bewegt und auf der anderen Seite beruhigt, ein Buch, das den Betrachter
aufwühlt und nicht zur Ruhe kommen lässt – ein mutiges
und vor allem wichtiges Buch!
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Der Tod ist ein Irrtum
Bilder – Texte – Autographen
(asp). Zehn Jahre nach dem Tod ihres Mannes, des Dichters und Dramatikers
Heiner Müller, veröffentlicht Brigitte Maria Mayer ein einzigartiges
Erinnerungsbuch. Von ihr ausgewählte und zusammengestellte Polaroidfotos,
Texte, Zeichnungen und Handschriften des Schriftstellers offenbaren intimste
Momente der gemeinsamen Jahre, zeigen Augenblicke des Glücks neben
denen voller Angst, Schmerz und Trauer. In einem Vorwort blickt Brigitte
Maria Mayer zurück auf die gemeinsame Zeit: 1990 lernen sich die
beiden kennen, heiraten 1992 und bekommen eine Tochter. „Fünf
intensive Jahre“, nennt sie die Zeit, die am 30.12.1995 mit
dem Krebstod Heiner Müllers endet. „Der Tod ist ein Irrtum“
ist ein Buch über den Menschen Heiner Müller, das intime Porträt
einer ganz speziellen Liebe und eine Geschichte des Abschieds.
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Die
See
Ein
mitreißender Roman um Liebe, Tod und Trauer
(mkb).
„Die See“ von John Banville ist ein Roman, der sich unkonventionell und
bewegend mit der Trauer auseinandersetzt, das unaufhörliche Hadern
und Zweifeln beschreibt, das der Tod eines geliebten Menschen bei dem
Hinterbliebenen auslösen kann. Der Autor schickt seine Hauptperson
auf eine Reise in die Vergangenheit, führt den Trauernden ein halbes
Jahrhundert zurück in eine erste, aufblühende Liebe, um unvermittelt
wieder in die letzten Leidensmonate seiner Frau Anna zu gelangen. Aus
diesen Perspektiven beleuchtet er Leben und Schicksal. „Die See“ ist die
unerbittliche Auseinandersetzung mit einem Tod, der längst vor dem
Sterben beginnt.
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Ein Tag mit Herrn Jules
Die Geschichte eines ganz eigenen Abschiedes
(mag). Alice und Jules sind seit Jahrzehnten verheiratet. Alice war immer
davon ausgegangen, dass sie einmal vor ihrem Mann sterben wird. Als er
eines Morgens tot auf dem Sofa sitzt, kann sie zunächst gar nicht
glauben, dass er nicht mehr lebt. In dem von Eva Mattes gelesenen Hörbuch
„Ein Tag mit Herrn Jules“ nach dem Roman von Diane Broeckhoven
erlebt der Zuhörer, wie Alice sich einen ganzen Tag Zeit nimmt, um
von ihrem Mann Abschied zu nehmen. Sie spricht mit ihm über die gemeinsamen
schönen Jahre aber auch über die Lebenslügen und unausgesprochenen
Kränkungen. Unterstützt von dem autistischen Nachbarsjungen
David erlebt Alice eine ungewöhnliche Totenwache. „Ein Tag
mit Herrn Jules“ ist ein wunderbar unsentimentales Buch über
den Tod eines geliebten Menschen. Vor allem aber ist es eine Geschichte
über einen würdigen Abschied, in dem bereits ein Neuanfang zu
entdecken ist.
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Der Himmel soll warten!
Eine Geschichte vom Abschiednehmen und Neuentdecken
(mag). Die Großmutter der Geschwister Greta und Julian ist vor ein
paar Wochen gestorben. Die Kinder vermissen ihre „Omalotte“
sehr und wünschen sich nichts sehnlicher, als dass sie wieder zu
ihnen zurückkommt. In ihrem phantasievollen Kinderbuch „Der
Himmel soll warten!“ erzählt Autorin Katja Henkel, was sich
Greta und Julian alles ausdenken, um die geliebte Oma wieder auf die Erde
zurückzulocken. Die Großmutter sieht sich währenddessen
das Treiben ihrer Enkel zusammen mit dem Engel „Gustav der Siebte“
vom „Zwischenhimmel“ aus an und versucht sich an ihre neue
Umgebung zu gewöhnen. Das tiefgründige und zugleich humorvolle
Buch ist für Kinder ab sechs Jahren geeignet und wurde von Sybille
Hein mit zarten Bildern reich illustriert.
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Die letzte Lektion
Chronik eines angekündigten Abschieds
(mag). Die 92-jährige Mutter der französische Autorin Noëlle
Châtelet wird zunehmend gebrechlich und möchte ihrem Leben
ein Ende setzten. Als sie ihrer Tochter das geplante Datum ihres Freitodes
mitteilt, ist diese völlig verstört. Um ihrer Tochter den Abschied
zu erleichtern, nimmt sie sie an die Hand und erteilt ihr „Die letzte
Lektion“. – In ihrem sehr persönlichen Buch beschreibt
die Autorin, wie ihre Mutter sie mit den Ritualen des Sterbens und des
Abschieds vertraut macht. Diese Chronik der letzten drei Monate des Leben
mit der Mutter ist ein eindrückliches Buch, das über das individuelle
Schicksal hinaus, einen selbstverständlichen Umgang mit dem Sterben
und der Trauer aufzeigt.
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Sterbe- und Trauerbegleitung
Ein praktisches Handbuch
(nas). „Die Begleitung von Menschen, die sich auf ihr Sterben
vorbereiten, ist schwer“, sagt Claudia Cardinal, Sterbeamme
und Autorin. Abschiedssituationen werfen neben existentiellen auch ganz
praktische Fragen auf: Was kann ich sagen? Was soll ich tun? In ihrem
praktischen Handbuch „Sterbe- und Trauerbegleitung“, gibt
Claudia Cardinal wertvolle Ratschläge, wie man die Unsicherheit im
Umgang mit Sterbenden überwindet. Damit macht sie die Begleitung
ein wenig leichter. Dem Konzept des Buches, Anregungen zu geben, folgt
auch seine Bebilderung. Die schwarzweißen Bilder haben eher symbolischen
Charakter und lassen dem Betrachter Raum für Interpretation und eigene
Gedanken.
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Grabmale – Zeichen der Erinnerung
Über 400 Beispiele aus der Werkstatt von Steinmetz und Bildhauer
(pr). Das Sachbuch „Grabmale – Zeichen der Erinnerung“
im Bildbandformat von Horst und Margret Wanetschek bietet viele verschiedene
Anregungen für die individuelle Gestaltung von Gräbern an. Es
richtet sich dabei sowohl an Bildhauer und Steinmetze als auch an Angehörige
und Hinterbliebene, um Wünsche schon zu Lebzeiten zu konkretisieren.
Die Autoren plädieren dafür, mit dem Grabmal etwas von der Persönlichkeit
und Einmaligkeit des Verstorbenen zu erfassen. Über 400 Beispiele
mit zahlreichen Fotos und Skizzen zeigen, wie eine solch gelungene Gestaltung
aussehen kann.
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Sterben, Tod und Trauer
Handbuch für Begleitende
(dsz). „Sterben, Tod und Trauer“ von Herausgeber Johann-Christoph
Student ist ein Handbuch für jeden, der sich mit dem Thema Tod auseinander
setzen will. Beiträge von Ärzten, Palliativfachkräften,
Hospizmitarbeitern, Theologen und Psychologen gehen in alphabetischer
Reihenfolge von A wie „Abschied“ bis Z wie „Zu Hause
sterben“ auf jeden Aspekt ein, vermitteln Informationen und geben
Hinweise. Literaturangaben und Verweise auf Selbsthilfegruppen ermöglichen
eine Auseinandersetzung mit dem Thema auch über die Lektüre
hinaus. Dieses „Handbuch für Begleitende“ ist ein Ratgeber
in der Not und für die Vorbereitung auf diese Phase: Es hilft bei
der Arbeit mit Sterbenden und deren Angehörigen – und ist auch
für diese eine Hilfestellung in der schwierigen Zeit.
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Gehört das so??!
Die Geschichte von Elvis
(pr). Das Bilderbuch „Gehört das so??!“ für Kinder
ab fünf Jahren handelt von einem kleinen Mädchen, das traurig
durch einen Park geht und alle anschreit, die es sieht. Ein paar Freunde
trauen sich schließlich, die Kleine zu fragen, was los ist. Ihr
Vogel Elvis ist gestorben. Zum Trost veranstalten alle gemeinsam ein Begräbnis,
das dem Mädchen hilft, ihre Trauer zu überwinden. Mit einer
witzigen Sprache und lustigen Illustrationen hat Autor Peter Schössow
das Thema Trauer rührend und amüsant zugleich dargestellt. Dabei
gelingt ihm die Gradwanderung zwischen Lachen und Weinen meisterhaft.
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Das Adoptivzimmer
Anspruchsvoller Roman zwischen Diesseits und Jenseits
(sl). Achim ist elf, als er von neuen Eltern adoptiert wird und in ein
Haus am Meer zieht. Dort entdeckt er schon in der ersten Nacht ein Zimmer,
das nicht zum Haus zu gehören scheint. Als er die Tür öffnet,
findet er darin einen gleichaltrigren Jungen: Arnim, das vor Jahren tödlich
verunglückte Kind seiner Adoptiveltern. Damit Arnim als freier Vogel
in den Süden ziehen kann, muss sich Achim dem gefürchteten Namenlosen
stellen, der in einem Palast, gebaut aus Trauer und Sehnsucht, herrscht...
. „Das Adoptivzimmer“ ist nicht nur ein überaus spannendes,
sondern vor allem sehr anspruchsvolles Buch für Kinder ab acht Jahren,
das Jungen mehr als Mädchen begeistern wird. Autorin Antonia Michaelis
führt ihre Leser auf ganz besondere Weise an das Thema Tod aber auch
an Verlustängste, Trauer und Hoffnung heran. Birgit Brandt hat das
– auch für Erwachsene – lesenswerte Buch mit schlichten
Bildern illustriert.
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Gespräche um Leben und Tod
Grenzerfahrungen, Ängste, Wünsche und Hoffnungen
(mag). Der amerikanische Radiojournalist Studs Terkel hat fast 50 Menschen
unterschiedlichster Herkunft und gesellschaftlicher Stellung zum Thema
Tod und Sterben interviewt. Diese sehr persönlichen Berichte sind
in dem Band „Gespräche um Leben und Tod“ zusammengefasst.
Entstanden ist eine facettenreiche spannende Sammlung von Erfahrungen
und Gedanken über den Tod. So kommen in diesem Buch die unterschiedlichsten
Facetten des Themas Tod vor: Es geht um den natürlichen und den gewaltsamen
Tod, das plötzliche und das lang ersehnte Sterben, das Leben nach
dem Tod, die Religion und immer wieder um die Hoffnung, die Verstorbenen
wiederzusehen.
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Neueste Darwin Awards
Die skurrilsten Arten, zu Tode zu kommen
(jaf). Wenn die Kräfte der Dummheit sinnlos, da tödlich walten,
dann ist das zumeist ein Fall für den „Darwin-Award“.
Mit ihm werden seit Mitte der 1990er Jahre im Internet – und nunmehr
in der dritten Buchausgabe „Neueste Darwin Awards – Die skurrilsten
Arten, zu Tode zu kommen“ von der Molekularbiologin Wendy Northcutt
wahrhaft dusselige und unnötige Todeskandidaten ausgezeichnet. Wer
von einem Ast, den er selbst über sich absägt, erschlagen wird
oder sich beim Russisch-Roulette mit Feuerwerkskörpern in die Luft
gesprengt hat, der verdient wenig Mitleid. Sondern eine Auszeichnung voll
Lob von der Weltgemeinde der Chef-Zyniker.
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Solange ihr mich liebt
Texte und Gedichte zum Abschied
(mkb). Nicht selten sind Lebensangst und Hoffnungslosigkeit die Folgen
des Verlustes eines geliebten Menschen, mit dem Tod scheint auch die Sonne
ihren Alltag verlassen zu haben. „Solange ihr mich liebt“
von Jochen Jülicher hat zwar kein Patentrezept parat, aber seine
rhythmischen Texte und Gedichte sind getragen von Mitgefühl und Hoffnung,
führen durch den Schmerz hindurch und öffnen die Türen
für ein zuversichtliches Morgen. Eine sanfte und liebevolle Lebenshilfe
für Hinterbliebene!
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Leb wohl, lieber Dachs
Ein Abschied für immer
(pr). Mit ihrem Kinderbuch „Leb wohl, lieber Dachs“ wagt sich
Autorin Susan Varley an ein Thema heran, dem selbst Erwachsene oftmals
aus dem Weg gehen. Sterben und Tod stehen im Mittelpunkt ihres Bilderbuchs
für Kinder ab fünf Jahren. Der Thematik entsprechend, beschreibt
die Autorin sehr melancholisch die letzten Tage des alten Dachses, der
selbst keine Angst vor dem Tod hat. Was ihm lediglich Sorge bereitet,
ist der Gedanke, wie seine Freunde seinen Tod aufnehmen werden. „Leb
wohl, lieber Dachs“ ist trotz der traurigen Thematik kein düsteres
Buch. Die liebevollen Illustrationen der Autorin erzeugen beim Betrachter
ein Gefühl von Geborgenheit und wirken einem Unwohlsein entgegen.
Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin, dass der Tod eine natürliche
Folge des Lebens darstellt und wie Hinterbliebene mit dem Verlust umgehen
können.
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Ich hab’ ihr
nie gesagt, daß ich sie liebe
Töchter erleben den Tod ihrer Mutter
(emk). „Ich hab’ ihr nie gesagt, daß ich sie liebe“
ist eine Sammlung einfühlsamer, ironischer, trauriger und anklagender
Geschichten und Gedichte von Töchtern über den Tod ihrer Mutter.
Die Herausgeberin Rosa Ainley wählte für ihr Buch 31, im deutschen
Sprachraum relativ unbekannte Autorinnen aus.
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Die letzten Dinge
Ein humorvoller Roman über den Alltag im Altersheim
(gjk). Ein voller Arbeitstag, ein spukendes Gespenst auf dem Dachboden
und immer wieder fehlende Gebisse – die 24-jährige Lotta muss
sich erst noch an so manches gewöhnen, nachdem sie eher aus Zufall
eine Stelle im Altersheim Abendrot angenommen hat. Und dort geht es bisweilen
ganz schön drunter und drüber, je nach Tag, je nach Pfleger,
je nach Gepflegtem. Annegret Helds Roman „Die letzten Dinge“
beschreibt humorvoll den Alltag eines wohl ganz normalen Altersheimes,
in dem sich das volle Leben gleich neben dem Sterben abspielt.
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Letzte Szenen mit den Eltern
Die unerschrockene Konfrontation mit dem Altern und dem Tod
(mkb). „Letzte Szenen mit den Eltern“ von Claudia Wolff ist
die unerschrockene Konfrontation mit dem Altern, der allmählichen,
übergangslosen Vergreisung. Es ist die ehrliche Auseinandersetzung
mit den weniger schönen Augenblicken, die ein welker Körper,
ein verkalktes Gehirn zuweilen mit sich bringen. Die Autorin reflektiert
letzte Momente einer selbst nicht mehr ganz jungen Tochter mit den alternden
Eltern, wirft Fragen auf, für die in einer Welt von Schönheitsoperationen
und Karrieresucht kein Platz mehr ist: Was, wenn ein Leben ohne Pfleger,
ohne Betreuung nicht mehr möglich ist? Was, wenn die Selbstständigkeit
der Abhängigkeit weicht, aus Erwachsenen wieder Kinder werden? Ein
bewegendes Buch, welches ohne Scham an- und ausspricht, wie sich letzte
Szenen vor dem Tod anfühlen könnten.
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Und was kommt nach tausend?
Eine Bilderbuchgeschichte vom Tod
(asp). Was bleibt, wenn Menschen sterben? Was wird von uns einmal bleiben?
Tod ist für viele Menschen ein Tabuthema, zu unverständlich
ist die Endlichkeit des Lebens. Die Künstlerin Anette Bley hat eine
Bilderbuchgeschichte über den Tod gestaltet, worin sie nicht nur
Kindern ab vier Jahren, sondern auch Erwachsenen in einfühlsamen
Texten und poetischen Bildern etwas davon erzählt, was bleibt. Das
kleine Mädchen Lisa und der alte Mann Otto sind die besten Freunde,
doch eines Tages stirbt Otto. Lisa vermisst ihn schmerzhaft, bis sie merkt,
dass er in ihrer Erinnerung weiterleben wird. Die Erkenntnis, dass geliebte
Menschen nach ihrem Tod in unserer Erinnerung weiterleben wie auch wir
einmal in der Erinnerung anderer weiterleben werden, ist tröstlich
und kann kaum einfühlsamer vermittelt werden, als es das Bilderbuch
„Und was kommt nach tausend?“ tut – eine großartige
Leistung!
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Nie mehr Oma-Lina-Tag?
Ein Bilderbuch über den endgültigen Abschied
(pr). Wie können Erwachsene Kindern erklären, dass wir nur Besucher
und keine Stammgäste auf der Erde sind? Das Bilderbuch „Nie
mehr Oma-Lina-Tag?“ von Autorin Hermien Stellmacher beantwortet
diese Frage mit Bravour. Der kleine Jasper erfährt bis ins kleinste
Detail, was es bedeutet, einen geliebten Menschen zu verlieren. Angefangen
von den ersten Krankheitsanzeichen bei seiner Oma Lina, über deren
Krankenhausaufenthalt bis hin zum Tod begleitet der Junge seine Großmutter
auf ihrem letzten Weg. Dort angelangt, ist die Geschichte jedoch noch
nicht zu Ende. Der Tod eines Menschen stellt für Hinterbliebene erst
den Anfang einer langen Trauerphase dar, mit der sich auch das Kinderbuch
„Nie mehr Oma-Lina-Tag?“ auseinandersetzt. Die farbigen, teilweise
zwei Seiten einnehmenden Illustrationen von Jan Lieffering untermalen
die Handlung der Geschichte und erwecken im Betrachter durch stimmungsvolle
Farbgestaltungen unterschiedliche Gefühle wie Freude, Trauer oder
auch Hoffnung.
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Gräber unsterblicher Komponisten
Grabsteine verstorbener Musiker in Europa
(pr). Der Bildband „Gräber unsterblicher Komponisten“
im handlichen Format herausgegeben von Michael Fischer stellt die Gräber
der berühmtesten Komponisten der letzten Jahrhunderte vor, so die
Gräber von Mozart, Beethoven und vielen anderen. Dabei widmet sich
jeweils eine Doppelseite einem Komponisten. Zitate der Komponisten selber
oder über sie, sowie kleine Gedichte bringen das Verhältnis
der Komponisten zu Tod und Sterben zur Sprache, drücken aber auch
ihre Ängste und Hoffnungen aus. Jedes Grab ist schwarzweiß
dargestellt, fotografiert von Peter Andreas.
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Die fabelhafte Welt
der Leichen
Warum mit dem Tod noch lange nicht alles vorbei ist
(jaf). Ein so engagiertes, aufwändig recherchiertes Plädoyer
für den Tod als natürlichen Umstand hat es selten gegeben. Fast
ist es ein Tabubruch. Jedenfalls ist „Die fabelhafte Welt der Leichen“
von der Autorin Mary Roach in seiner Ausführlichkeit und Gründlichkeit
die Fortsetzung dessen, womit uns Quincy, Kolmaar und Co. uns schon vertraut
machen wollten: Der furchtlose Blick ins Angesicht des Todes und seiner
Begleitumstände. Warum Menschen wie verwesen, warum Leichen noch
als Crashtest-Dummys nützlich sind, wieso es auf arabischen Basaren
im 12. Jahrhundert Menschenkonfekt gab und wieso Wissenschaftler auch
nicht davor zurückschrecken würden, Köpfe und ganze Körper
zu transplantieren – davon erzählt ebenso einfühlsam wie
offenbarend „Die fabelhafte Welt der Leichen“.
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Im Rücken steckt das Messer
Geschichten aus der Gerichtsmedizin
(jaf). Kopfjäger, Giftmischer, Leichenbeschauer:
Sie alle haben ihren Platz in Hans Bankls „Geschichten aus der
Gerichtsmedizin“, mit markaber-komischen Illustrationen von Dieter
Zehentmayr. Für Pathologen-Fans mit Faible für morbide Unterhaltung
gibt es in „Im Rücken steckt das Messer“ Tipps für
den perfekten Mord, eine Einführung in die Totenschau und einen mörderischen
Einblick in die Details der Weltgeschichte.
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Der Tod in den Weltkulturen und Weltreligionen
Über den verschiedenen Umgang mit dem Tod
(sgr). Das Wissen um die eigene Sterblichkeit ist eine der zentralen Kategorien
des Menschen in der Auseinandersetzung mit sich selbst. Aus diesem Wissen
ergeben sich Konsequenzen, entwickelt sich die Erkenntnis von der Begrenztheit
der eigenen Existenz, die strebende Ausrichtung in die persönliche
Zukunft oder die erinnernde Wertschätzung für Verstorbene, Konsequenzen,
die in vielfältiger Weise unsere Kultur bestimmen. Und da Kultur
immer im Dialog mit anderen Kulturen beziehungsweise mit ihrer eigenen
Geschichte steht, widmet sich das Buch „Der Tod in den Weltkulturen
und Weltreligionen“, herausgegeben von Constantin von Barloewen,
der vergleichenden Betrachtung verschiedenster kultureller Todesinterpretationen.
Umfassend wird der Leser von den jeweiligen Fachautoren in die spezifischen
Charakteristika von Todesvorstellungen eingeführt und erhält
somit grundlegende Kenntnisse, wie die unterschiedlichen Kulturen sich
mit dieser elementaren Komponente menschlicher Selbsterkenntnis auseinandergesetzt
haben.
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Warum, lieber Tod… ?
Ein außergewöhnliches Bilderbuch über das Sterben
(pr). Vier Kinder sitzen zusammen mit dem Tod, einem alten und traurigen
Mann, in der Küche. Er ist gekommen, um die Großmutter zu holen,
die im Sterben liegt. Die Kinder versuchen, den Tod aufzuhalten, doch
er erklärt ihnen, dass es das Leben nicht ohne den Tod geben kann,
genau wie es auch Freuden ohne Leiden und Lachen ohne Weinen nicht geben
kann. Die Kinder verstehen dies und haben, als die Großmutter stirbt,
darin einen Trost. Autor Glenn Ringtved beschreibt dieses außergewöhnliche
Geschehen in dem Bilderbuch „Warum, lieber Tod... ?“ für
Kinder ab vier Jahren in einer einfühlsamen Sprache. Die Illustrationen
von Charlotte Pardi sind in gedeckten Farben gehalten und unterstreichen
so die Botschaft der Geschichte.
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Requiem für ein Kind
Trauer und Trost berühmter Eltern
(emk). Wie berühmte Eltern
mit dem Verlust eines Kindes umgingen und wie sie ihre Trauer kompensierten,
kann man in „Requiem für ein Kind“ von Joseph Groben
nachlesen. Der Autor erzählt sehr genau die Biografie des jeweils
berühmteren Elternteils, darunter Käthe Kollwitz, Hugo von Hofmannsthal,
Thomas Mann, Charles Dickes, Anton Dvorák und Robert Schumann.
Die Kapitel sind chronologisch nach Lebensdaten geordnet, beginnend mit
Cicero, endend mit Mascha Kaléko. Eingearbeitet in den Text sind
Zitate aus Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Gedichten der Eltern sowie
viele Fotos. Joseph Groben hat in seine Auswahl von 38 Lebensbildern vorwiegend
Dichter und Komponisten, aber auch Staatsmänner und Wissenschaftler
aufgenommen.
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Die Blumen der Engel
Eine berührende Geschichte über einen großen Verlust
(mag). Autorin Jutta Treiber erzählt eine tieftraurige Geschichte:
Die kleine Schwester der achtjährigen Sonja ist bei einem Verkehrsunfall
ums Leben gekommen. Das Bilderbuch „Die Blumen der Engel“
begleitet die kleine Sonja von dem Anruf mit der schrecklichen Nachricht
bis zur Beerdigung der Schwester. Die Illustrationen von Maria Blazejovsky
setzten die Geschichte für Kinder ab sechs Jahren in stimmungsvolle
Bilder um.
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Schattenkind
Ein Vater nimmt Abschied von seiner toten Tochter
(ini). Wie fasst man den unsagbaren Verlust des eigenen Kindes in Worte?
Autor P.F. Thomése trauert in „Schattenkind“ um seine
Tochter Isa, die wenige Wochen nach der Geburt starb. Rainer Strecker
gibt dem Text eine ergreifende Stimme, eindringlich und berührend.
Eine Audio-CD, die zum Nachdenken anregt.
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Bis heute abend
Es gibt kein Vergessen Der Verlust des Kindes
(bhs). In „Bis heute Abend“ lässt
ein Beinahe-Unfall die Autorin Laure Adler erneut den Leidensweg durchleben,
der ihr als steter Begleiter sonst in Wortlosigkeit begegnet: Der Verlust
des geliebten Sohnes durch plötzliche Atemlähmungen, Rückblicke
auf die gemeinsame Zeit, beginnend in der Schwangerschaft, den ersten
Monaten, ein langwieriges Ende findend in einem eher unlebendigen Leben
am Krankenhausbett. 17 Jahre nach dem Erlebten der gleiche Gefühlstaumel
von Schuldgefühlen und Hoffnungen bis hin zu einer bedingungslosen
allgegenwärtigen Leere, begreifbar einzig durch die Worte, die zum
erfolglosen Versuch geraten, das verlorengegangene Selbst mit dem Ich
wieder zu vereinen.
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Wenn ich nicht mehr bei dir bin, bleibt
dir unser Stern
Ein Bilderbuch über das Abschiednehmen und den Tod
(pr). Anna und Tim sind beste Freunde. Aber dann bekommt Anna Krebs und
muss ins Krankenhaus. Den Ärzten ist bald klar, dass Anna sterben
wird und sie selber merkt das auch. Sie sucht sich einen Stern aus, der
ihren Freund Tim immer an sie erinnern soll. – Das Bilderbuch „Wenn
ich nicht mehr bei dir bin, bleibt dir unser Stern“ von Patrick
Gilson für Kinder ab sechs Jahren ist sehr einfühlsam geschrieben.
Die Illustrationen von Claude K. Dubois gehen sensibel mit dem Thema Tod
um, so werden nur gedeckte Farben verwendet. Die Einnahmen des Bilderbuchs
sind für karitative Organisationen bestimmt, die sich für schwer
kranke Kinder einsetzen.
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Der tödliche Rasierspiegel
Wie man lästige Verwandte loswird
(emk). „Der tödliche Rasierspiegel“ ist eine von 30 satirischen
Erzählungen, in denen Dietmar Bittrich im gleichnamigen Buch wirklich
originelle und raffinierte Arten von Mord schildert. Der Autor nennt sie
„nachahmenswerte Kunstgriffe“, bei denen alles für
Zufall und höhere Gewalt spricht und nichts für die Absicht,
einen lästigen Verwandten endlich loszuwerden.
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Wege der Trauer
Zwölf Porträts trauender Menschen
(ini). Wie gehen Menschen mit dem Tod ihres Partners um? Diese Frage stellte
sich der Mainzer Fotograf Markus Pletz. In seinem Bildband „Wege
der Trauer“ lässt er trauernde Menschen von ihrem Prozess des
Abschiednehmens erzählen. Seine einfühlsamen Schwarzweiß-Fotos
geben den bewegenden Geschichten ein Gesicht.
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Zurück ins Leben
Hilfe für Trauernde
(mkb). Wenn der Tod eine Familie auseinanderreißt, wirft das Schatten
über die Zukunft; zerreißt der Tod aber eine junge Familie,
dann liegt für den Zurückgebliebenen die Welt vollends in Scherben.
„Zurück ins Leben“ von Martina Nicolaidis und Peter Zehentner
macht Mut, hilft jungen Trauernden dabei, den eigenen Weg zurück
ins Leben zu finden. Zurück, weil die Verarbeitung eines Todesfalles
ein langer, qualvoller Prozess ist und ohne Hilfe kaum zu bewerkstelligen
ist. Der Ratgeber wirft dem Trauernden einen Anker der Hoffnung zu, bietet
Angehörigen und Freunden die Möglichkeit, ehrlich und wirkungsvoll
Hilfe zu leisten.
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Lass tröstend dich umarmen
Geschichten von Trost und neuer Hoffnung
(pr). „Lass tröstend dich umarmen“ von Autorin Shirley
Seul handelt von Leandra, deren Mann Max bei einem Autounfall ums Leben
gekommen ist. Sie droht in ihrer Trauer zu versinken, doch mit der Zeit
trifft sie viele interessante Menschen, die ihre ganz persönliche
Tragödie erlebt haben. Diese Menschen zeigen Leandra, dass man die
Hilfe anderer Menschen in Anspruch nehmen sollte, um seine eigene Trauer
zu überwinden, da dies alleine nur sehr schwer zu bewältigen
ist. „Die Geschichten von Trost und neuer Hoffnung“ können
ein Trost für alle sein, die selbst einen ähnlichen Verlust
erlitten haben, da die Autorin mit dem Thema sehr behutsam umgeht.
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Der wunderbare Massenselbstmord
Skurrile Story mit vorhersehbarem Ende
(asp). Die Finnen sind ein melancholisches Völkchen, und ihre Selbstmordrate
liegt weit über dem europäischen Durchschnitt. Davon zumindest
ist der Leser überzeugt, wenn er den Roman „Der wunderbare
Massenselbstmord“ des populärsten Schriftstellers aus Finnland,
Arto Paasilinna, gelesen hat. Darin erzählt der Autor, der im Klappentext
als „Meister des skurrilen Humors“ angepriesen wird, von einer
Gruppe lebensmüder Finnen, die sich in einem gecharterten Luxusbus
auf den Weg quer durch Europa machen, mit dem Ziel, sich gemeinschaftlich
in den Tod zu stürzen. Eine skurrile Idee, die der finnische Schriftsteller
da verarbeitet hat.
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Meeresrand
Über die herzzerreißenden Gefühlsabgründe einer psychisch
kranken Mutter
(hij). Der Erstlingsroman „Meeresrand“ von Veronique Olmi
beschreibt die Reise einer Frau mit ihren beiden Kindern ans Meer. Vom
ersten Satz an wird man beim Lesen in die Gefühlsabgründe dieser
Frau hineingezogen, die durch die detaillierte Beschreibung direkt erlebbar
sind. Man möchte schreien bei der Grausamkeit, welche ihre psychische
Krankheit für das Leben der beiden Kinder bedeutet, und ohne Umschweife
muss der Leser miterleben, dass die Reise eine Reise in den Tod wird.
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Mitten
ins Gesicht
Authentischer Roman um Liebe, Sex – und eine unheilbare Krankheit
(dsz). Brustkrebs zerstört das traumhafte Leben von Stijn und Carmen.
Bisher waren sie auf allen Gebieten nur erfolgreich – doch dann
müssen sie sich gemeinsam dem Kampf gegen den Krebs stellen. Den
Carmen allerdings verlieren wird, obwohl sie die Hoffnung nie aufgeben
will. „Mitten ins Gesicht“ vom niederländischen Autor
Kluun ist eine mitreißende Geschichte, die keine Episode des Krebskampfes
außen vor lässt. Sie wird aufgelockert durch jugendliche Sprache,
ein ungezwungenes Verhalten und sehr viel menschliche Emotionen. Es macht
Spaß, den Stil des Autors zu folgen, doch der Inhalt des Buches
ist bei weitem kein leichtes Leseerlebnis.
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Paul und die seltsamen Leute im Altenheim
Ein etwas anderes Bilderbuch über das Alter(n)
(ini). Dieses freche, manchmal sogar etwas makabere Bilderbuch für
Kinder ab fünf Jahren ist erfrischend anders. Matthias Preuß
erzählt in seinem ersten Bilderbuch „Paul und die seltsamen Leute
im Altersheim“ von alten Menschen, die auf Kinder oft beängstigend
oder sogar abschreckend wirken. Doch mit seiner witzigen Geschichte gelingt
es ihm, seinen Lesern die Angst vor dem Fremden und dem Unheimlichen, das
alte Menschen in Alters- und Pflegeheimen oft umgibt, zu nehmen.
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