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„Wenn
in Afrika ein Greis stirbt, verbrennt eine ganze Bibliothek“
Amadou Hampâté Bâ
Von Angola bis Zimbabwe: Bücher über Afrika
Liebe Leserinnen und Leser,
„schwarzer
Kontinent“ wird Afrika oft genannt. Doch wer einmal da war, weiß
vor allem eines: Afrika ist kunterbunt. Vom Norden Tunesiens bis nach Südafrika,
von der Elfenbeinküste bis ins östliche Somalia reicht das Land, in
dem sich tropischer Regenwald und trockene Savanne, eisbedeckte Berge und heiße
Wüsten abwechseln.
Unser stets aktuelles Schwerpunktthema zeigt Ihnen wunderschöne Bücher, die so farbenfroh wie Afrika selbst sind. Und so manches Buch eignet sich auch für die Vorbereitung auf eine Safari.
Ein heißes
Lesevergnügen wünscht Ihnen
Ihre
Steffani Lehmann
Redaktionsleitung Literaturtipp.com
Das Mädchen aus der Totenstadt Monas Leben auf den Gräbern Kairos
(mag). Die 17-jährige Mona lebt zusammen mit ihren Eltern in einem Grabhof, der sich auf dem großen Kairoer Friedhof „Imam Al-Shafi'i“ befindet. Die Besiedelung der so genannten Totenstadt wird von der Regierung Ägypten zwar totgeschwiegen aber toleriert. Es ist für Außenstehende äußerst schwierig Kontakt zu den Bewohnern aufzunehmen. Der deutschen Autor Gerhard Haase-Hindenberg hat während einer Recherche über die bewohnte Nekropole zufällig Mona und ihre Familie kennen gelernt. Er konnte das Vertrauen des Mädchens gewinnen und hat zusammen mit ihr ihre Geschichte in dem Buch „Das Mädchen aus der Totenstadt“ aufgeschrieben. Entstanden ist ein eindrucksvolles Porträt einer jungen Frau aus einfachsten, tabuisierten Verhältnissen im modernen Kairo. |
Blaue Schuhe für eine Kobra Ein afrikanischer Krimi mit viel Lokalkolorit
(mag). Die afrikanische Privatdetektivin Mma Ramotswe ist eine „Frau von traditioneller Statur“. Doch trotz ihres üppigen Körperumfangs ist sie eine umtriebige Person, die gemeinsam mit ihrer Assistentin Mma Makutsi mit viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen ihre verzwickten Fälle löst. – Der schottische Autor Alexander McCall Smith, der in Zimbabwe aufwuchs, hat mit „Blaue Schuhe für eine Kobra“ eine Kriminalgeschichte mit viel afrikanischem Lokalkolorit geschrieben. Der humorvolle Roman nimmt den Leser mit in das heutige Botswana und zeigt ihm das Alltagsleben und die kleinen Sorgen der Menschen jenseits der Probleme, die das Bild von Afrika sonst beherrschen. |
Die schlaue Mama Sambona Eine afrikanische Parabel auf die Lebensfreude
(mag). „Ein Hase bedeutet in Afrika nichts Gutes“. So ist es auch in dem ungewöhnlichen Bilderbuch „Die schlaue Mama Sambona“ von Autor Hermann Schulz. Der Tod schickt den Hasen aus, um Mama Sambona, die alte Königin einer Insel im afrikanischen Ukerewe-See, zu finden. Als der Tod dann im eleganten Anzug selbst zu der alten Frau kommt, um sie zu ihren Ahnen zu bringen, gelingt es ihr mit allerhand Tricks, ihn immer wieder zu vertrösten. Die humorvolle Geschichte voller Lebensfreude hat Illustrator Tobias Krejtschi kongenial in farbenfrohe und ausdrucksstarke Bilder umgesetzt. Ein Bilderbuch, das für Kinder ab vier Jahren geeignet ist, vor allem aber Erwachsenen zeigt, dass der Tod warten muss, wenn man seine Tage mit Leben und Liebe zu anderen Menschen füllt. |
Verschollen in Afrika Auf den Spuren von David Livingstone
(mkb/sl). 1866 machte David Livingstone sich auf, im afrikanischen Dschungel nach der Quelle des Nils zu forschen. Das Abenteuer brachte ihm Afrika näher, und der damals blühende Sklavenhandel erregte immer mehr sein Missfallen. 2004 macht Neil McGrigor sich auf, will mit Flugbooten statt Karawanen und Trägern flussaufwärts die Quelle neu erkunden und wird über 200 Jahre später mit einem Afrika konfrontiert, dessen Bevölkerung nicht mehr vom Sklavenhandel, dafür aber vom Bürgerkrieg bedroht ist. Und wie damals für David Livingstone, wird auch für den Briten die Suche nach der Quelle des Nils zum Abenteuer, das ein Leben kosten soll. – Das Hörbuch „Verschollen in Afrika“ von Maja Nielsen ist Dokumentation und Hörspiel zugleich. Die Sprecher Jens Wawrczeck, Sabine Postel, Horst Mendroch, Hans Holzbecher und Roland Görschen lassen die kleine Expedition in die Vergangenheit und Gegenwart wahrlich zum Abenteuer werden. |
Aya Gelungene Grafik-Novelle über Teenager in Afrika
(hpe). Afrika ist selbst für viele aufgeklärte Europäer noch immer das Synonym für Armut und Hunger. Doch auch dort gibt es Teenager, die tanzen, flirten und einfach ihren Spaß haben wollen. Das zeigen die Autorin Marguerite Abouet und Illustrator Clément Oubrerie mit ihrer fesselnden, vor allem für Mädchen ab 14 Jahren geeigneten Comic-Novelle „Aya“. Die kluge Titelheldin fungiert dabei als eine Art gutes Gewissen unter den Vergnügungssüchtigen. |
Mit der Liebe einer Löwin Wie ich die Frau eines Samburu-Kriegers wurde
(mag). Nach dem Tod ihres Mannes reist die Hannoveranerin Christina Hachfeld mehrmals nach Kenia. Sie verliebt sich nicht nur in das afrikanische Land, sondern auch in den Samburu-Krieger Lpetati. Auf sein Drängen hin, heiraten die beiden und ziehen in Lpetatis kleines Lehmhüttendorf in die Nähe von Maralal. In ihrem autobiografischen Roman „Mit der Liebe einer Löwin“ erzählt Christina Hachfeld-Tapukai von den Höhen und Tiefen ihrer Liebe zu Lpetati sowie von ihrem einfachen Leben fernab jeder Zivilisation im nordkenianischen Hochland. Sie zeigt dem Leser durch ihr beeindruckendes Beispiel, dass auch sehr unterschiedliche Kulturen friedlich miteinander leben können. Ihr unterhaltsames Buch zeichnet ein facettenreiches Bild von Kenia, dessen Menschen zwischen dem traditionellen Leben und den Einflüssen von außen ihren eigenen Weg suchen. |
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Die letzte Stadt von Afrika Fesselnder Roman über den Zweiten Burenkrieg
(alü). Ladysmith, 1899: Es herrscht Krieg in Südafrika, und die Bewohner der kleinen britischen Kolonialstadt befinden sich mitten im Konfliktherd. Als die burischen Streitkräfte die Oberhand gewinnen und die Stadt belagern, beginnt für jeden einzelnen der harte Kampf ums Überleben … Inspiriert von den Erlebnissen seines Urgroßvaters, der als britischer Soldat die Belagerung des Städtchens Ladysmith miterlebte, schrieb Autor Giles Foden „Die letzte Stadt von Afrika“, ein beeindruckender Roman über ein brisantes Kapitel britischer Kolonialgeschichte in Afrika. |
Traumrouten durch
Afrika |
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28 Stories über Aids in Afrika Wie dramatisch Aids das Leben auf dem Kontinent verändert
(nas). Die Aids-Katastrophe in Afrika wird in den nächsten vier Jahren 28 Millionen Menschen ihr Leben kosten. Mit ihrem Buch „28 Stories über Aids in Afrika“ verleiht die renommierte Afrika-Korrespondentin Stephanie Nolen diesen Menschen eine Stimme. Stellvertretend für 28 Millionen HIV-Infizierte erzählen die unterschiedlichsten Menschen, jeder auf einem Schwarz-Weiß-Foto zu sehen, damit die Schicksale im wahrsten Sinne des Wortes ein Gesicht bekommen, von ihrem Leben und Kampf gegen das Virus im eigenen Körper und im eigenen Land. |
Der Traum vom Leben Eine afrikanische Odyssee
(bag). „Natürlich hätte ich es versucht,“ sagt Joy, „wenn man zu Hause lebendig begraben ist, riskiert man ja nichts, nicht mal mehr das Leben“. Autor Klaus Brinkbäumer schildert in einer atemberaubenden Mischung von Einzelschicksalen, geschichtlichem Hintergrund und politischen Fakten, welche Erschwernisse Afrikaner auf sich nehmen, um in Europa nach dem Paradies zu suchen. Zusammen mit dem ehemaligen Flüchtling John Ekow Ampan macht er eine Reise der besonderen Art: Johns Weg nach Europa nachzureisen. Das Buch ist mit einigen Farbfotos illustriert. |
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Die Tiere Afrikas für Kinder erzählt
(mag). Kaum ein Thema fasziniert Kinder jeden Alters so sehr wie Tiere. Daher sind die Bücherregale voll gestellt mit mehr oder weniger gelungenen Tierbüchern. In diesem Überangebot fällt das Sachbuch „Die Tiere Afrikas für Kinder erzählt“ von den Fotografen Christine und Michel Denis-Hout sofort ins Auge. Das französische Ehepaar hat mit seinen beeindruckenden Bildern eine ganz neue Qualität von Tierfotografien geschaffen. Die großformatigen farbigen Bilder zeigen Kindern ab acht Jahren spektakuläre Ansichten und interessante Nahaufnahmen der frei lebenden afrikanischen Tierwelt. Ergänzt werden die atemberaubenden Fotografien durch interessante Sachtexte, die die einzelnen Tierarten und ihre Lebensweise genauer vorstellen. |
Die weiße Kriegerin Ein Schicksal in Afrika
(nas). Wer war die junge Britin, die als Entwicklungshelferin in den Sudan ging und dort einen Warlord heiratete? Autorin Deborah Scroggins skizziert in „Die weiße Kriegerin“ die Lebensgeschichte der Emma McCune, die sie persönlich kannte, vor dem Hintergrund der ethnischen und politischen Konflikte im Sudan. Ausgewählte Schwarzweiß-Fotografien verleihen der anspruchsvollen Biografie zusätzlichen Nachdruck. „Die weiße Kriegerin“ bietet jedoch weit mehr als die Lebensgeschichte einer abenteuerhungrigen Frau und belohnt den Leser mit neuen Einsichten in afrikanische und weltpolitische Zusammenhänge. |
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Ungezähmt Tiere der Wildnis
(alü). Fuchsteufelswild schauen sie in die Kamera, setzen mit messerscharfen Krallen zum Sprung an oder dösen lässig am Strand. Vor allem aber sind die Flusspferde, Leoparden und Seelöwen in Benny Rebels Bildband eines: „Ungezähmt“. Mit spektakulären Bildern gibt Autor und Fotograf Benny Rebel, der für „Ungezähmt“ mit seiner Kamera quer durch Afrika und auf die Galapagos-Inseln reiste, einen faszinierenden Einblick in die Welt der wilden und bedrohten Tiere. |
Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt AIDS-Kranke in Afrika schreiben ihr Leben auf
(mkb). Während die Industrienationen das Problem AIDS diskutieren, ist Afrika davon betroffen. Alleine im Jahr 2004 starben im südlichen Afrika 2,4 Millionen Menschen, sind 25,8 Millionen mit dem Virus infiziert. In Uganda hat die Hilfsorganisation „Plan International“ ein Projekt ins Leben gerufen, in welchem Aidskranke ihren Kindern ein Erinnerungsbüchlein anfertigen, das die Familiengeschichte wiedergibt, die sie ihnen selbst nicht mehr werden erzählen können. In „Ich sterbe, aber die Erinnerung lebt“ hat Autor Henning Mankell sich der Betroffenen angenommen, zeichnet behutsam ihre Krankengeschichte und schafft literarische Nähe, die eine abstrakt diskutierte Pandemie real werden lässt. |
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Ewiges Afrika |
Die Weisheit Afrikas – Tag für
Tag |
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Das Afrika-Lexikon |
| Auf der Suche nach dem Paradies Mein Leben mit den Geparden (tmj). Einer der bekannteren Abenteurer dieser Welt ist der Künstler und Autor Matto Barfuss, der mit dem Buch „Auf der Suche nach dem Paradies“ seine neuesten Erlebnissen mit Geparden vorlegt. Der wunderschön gestaltete Bildband zieht den Leser sofort in den Bann der afrikanischen Wildnis und lässt einen teilnehmen an außergewöhnlichen Begegnungen zwischen Mensch und wilden Tieren. |
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Deutsche Kolonien |
Die letzte Kolonie |
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Nelson Mandela |
Afrika |
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Happy Valley |
Marie hat jetzt Stachelzöpfe |
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Afrika – Das letzte Abenteuer |
Nirgendwo in Afrika (mkb). Sie sind deutsche Juden, fliehen vor der Schreckensherrschaft der Nazis in ein Land, das ihnen an Kultur und Lebensweise fremder nicht sein könnte. „Nirgendwo in Afrika“ ist die authentische Geschichte von Autorin Stefanie Zweig. Einfühlsam verpackt, begegnen uns beim Lesen die Bilder einer bewegten Kindheit. Der Roman wurde unter der Regie von Caroline Link verfilmt und mit fünf goldenen „Lolas“, dem Deutschen Filmpreis, ausgezeichnet. |
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Der Alchimist (mkb). Die Reise des Schäfers Santiago durch die kargen Wüsten Afrikas birgt ein riesiges Potential an Lehren in sich, die unermesslich tiefer gründen als die seelischen und körperlichen Strapazen einer Wüstendurchquerung. Paulo Coelho ist mit „Der Alchimist“ ein Meisterwerk gelungen, das die Seelen berührt und dem Leser mit der Geschichte um den Hirtenjungen Santiago eine bewegende Philosophie näher bringt. Die Zeilen fließen direkt ins Herz und es ist wohl verdient, dass „Der Alchimist“ seit seiner ersten Veröffentlichung regelmäßig in den Bestsellerlisten auftaucht. |
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